Ein Spiralplattierer ist ein Laborgerät zur automatischen Ausplattierung flüssiger Proben auf Petrischalen nach der Spiral-Plating-Methode. Während bei der klassischen Oberflächenausplattierung häufig mehrere Verdünnungsstufen und Petrischalen erforderlich sind, erzeugt ein Spiralplattierer einen Konzentrationsgradienten auf einer einzigen Petrischale. Dadurch lassen sich Keimzahlen reproduzierbar bestimmen und Routineanalysen effizienter durchführen. Spiralplattierer kommen insbesondere in der Lebensmittelmikrobiologie, Pharma, Kosmetik sowie in Forschungs- und Prüflaboren zum Einsatz.
Bei der Spiral-Plating-Methode wird eine definierte Probenmenge über einen rotierenden Plattierteller spiralförmig auf einer Petrischale verteilt. Während des Plattiervorgangs nimmt das aufgetragene Probenvolumen kontinuierlich ab, wodurch ein Konzentrationsgradient entsteht. Dieser ermöglicht die Auswertung unterschiedlicher Keimkonzentrationen auf einer einzigen Petrischale und reduziert in vielen Anwendungen den Bedarf an zusätzlichen Verdünnungsreihen.
Ein Spiralplattierer standardisiert die Ausplattierung mikrobiologischer Proben und reduziert manuelle Arbeitsschritte. Dadurch sinken der Verbrauch an Petrischalen, Nährmedien und weiteren Verbrauchsmaterialien. Gleichzeitig verbessert sich die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Viele Systeme bieten zusätzlich verschiedene Plattiermodi, automatische serielle Verdünnungen oder Funktionen zur digitalen Rückverfolgbarkeit und LIMS-Anbindung.
Spiralplattierer werden überall dort eingesetzt, wo regelmäßig mikrobiologische Keimzahlen bestimmt werden. Typische Anwendungen finden sich in der Lebensmittelindustrie, pharmazeutischen Qualitätskontrolle, Kosmetikindustrie, Umweltanalytik sowie in Forschungs- und Entwicklungslaboren. Je nach Geräteausführung eignen sie sich sowohl für Routinemessungen als auch für Labore mit hohem Probendurchsatz oder erweiterten Dokumentationsanforderungen.
Ein Spiralplattierer lohnt sich insbesondere für Labore mit regelmäßigem Probenaufkommen oder wiederkehrenden Routineanalysen. Durch die automatisierte Ausplattierung werden Arbeitsabläufe standardisiert und der Materialverbrauch reduziert. Modelle mit integrierter serieller Verdünnung oder digitaler Rückverfolgbarkeit können zusätzliche Prozessschritte automatisieren und die Effizienz mikrobiologischer Laborabläufe weiter erhöhen.
Spiralplattierer unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich unterstützter Petrischalenformate, Plattiermodi, Auszählbereich, Dokumentationsfunktionen und Automatisierungsgrad. Während Basissysteme die automatische Ausplattierung übernehmen, bieten erweiterte Modelle beispielsweise automatische serielle Verdünnungen, USB- oder LIMS-Anbindung sowie Funktionen zur digitalen Rückverfolgbarkeit. Die Auswahl sollte sich nach den Anforderungen des jeweiligen Labors richten.
| Laboranforderung | easySpiral | easySpiral Pro | easySpiral Dilute |
|---|---|---|---|
| Automatische Spiral-Ausplattierung | ✓ | ✓ | ✓ |
| Auszählbereich | 300 bis 1,3 × 105 KBE/ml | 100 bis 1 × 107 KBE/ml | 30 bis 1 × 1012 KBE/ml |
| Geeignet für mikrobiologische Routineanalysen | ✓ | ✓ | ✓ |
| Erweiterte Plattier- und Programmeinstellungen | Basisfunktionen | ✓ | ✓ |
| Automatische serielle Verdünnung | – | – | ✓ |
| Digitale Prozessdokumentation | – | ✓ | ✓ |
| LIMS-Anbindung | – | ✓ | ✓ |
| dataLink-Kompatibilität | – | Etikettierung und automatische Datenübertragung an Scan-Koloniezähler | Etikettierung und automatische Datenübertragung an Scan-Koloniezähler |
| Typischer Einsatzschwerpunkt | Standardisierte Routineausplattierung | Erweiterte Automatisierung und Dokumentation | Verdünnung und Ausplattierung in einem System |
Hinweis: Die Tabelle dient der ersten Orientierung. Die passende Ausführung richtet sich unter anderem nach dem erwarteten Keimzahlbereich, dem Probendurchsatz, den benötigten Plattiermodi sowie den Anforderungen an Verdünnung, Dokumentation und Schnittstellen. Bei entsprechend ausgestatteten Modellen ermöglicht die dataLink-Kompatibilität die Etikettierung sowie die automatische Datenübertragung an automatische Scan-Koloniezähler.
Spiralplattierung als Teil der mikrobiologischen Keimzahlbestimmung
Ein Spiralplattierer wird eingesetzt, um flüssige Proben definiert und reproduzierbar auf Petrischalen aufzubringen. Die Begriffe Spiral Plater, Spiral-Plating-System und automatisches Ausplattiersystem beschreiben dabei Geräte, die diesen Arbeitsschritt nach der Spiral-Plating-Methode standardisieren. Durch den entstehenden Konzentrationsgradienten lassen sich unterschiedliche Keimkonzentrationen auf einer Petrischale auswerten und der Bedarf an manuellen Verdünnungsreihen kann je nach Anwendung reduziert werden.
Welches System geeignet ist, richtet sich unter anderem nach dem erwarteten Auszählbereich, den verwendeten Petrischalenformaten, dem Probendurchsatz und dem gewünschten Automatisierungsgrad. Während Basismodelle die automatische Spiral-Ausplattierung übernehmen, bieten erweiterte Ausführungen zusätzliche Plattiermodi, programmierbare Prozessparameter, LIMS-Anbindung oder eine integrierte serielle Verdünnung.
Bei entsprechend ausgestatteten Modellen ermöglicht die dataLink-Kompatibilität zudem die Etikettierung und automatische Datenübertragung an automatische Scan-Koloniezähler. Dadurch können Ausplattierung, Probenidentifikation und anschließende Koloniezählung innerhalb eines nachvollziehbaren Laborprozesses miteinander verbunden werden.
Warum MediLoc?
Wir unterstützen mikrobiologische Labore dabei, den passenden Spiralplattierer für ihren tatsächlichen Arbeitsablauf auszuwählen. Dabei betrachten wir nicht nur den Auszählbereich oder einzelne Gerätefunktionen, sondern auch Probenarten, Petrischalenformate, Probendurchsatz, vorgelagerte Verdünnungsschritte sowie Anforderungen an Dokumentation und Schnittstellen.
Unsere Beratung richtet sich an Labore aus der Lebensmittelanalytik, Pharma, Kosmetik, Umweltanalytik sowie Forschung und Entwicklung. Gemeinsam klären wir, ob ein Basissystem für die standardisierte Routineausplattierung, ein erweitertes Spiral-Plating-System mit digitaler Dokumentation oder eine Lösung mit integrierter serieller Verdünnung fachlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Passende Systeme entlang des Laborworkflows
Weitere Lösungen für vorgelagerte und nachfolgende Arbeitsschritte finden Sie in den folgenden Bereichen: