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Bei der aktiven Luftkeimsammlung wird ein definiertes Luftvolumen angesaugt und Mikroorganismen werden mittels Impaktionsverfahren auf einem Nährmedium abgeschieden. Bei der passiven Luftprobenahme werden geöffnete Absetzplatten (Settle Plates) für eine festgelegte Zeit der Raumluft ausgesetzt und erfassen sedimentierende Mikroorganismen. Die Oberflächenprobenahme untersucht dagegen die mikrobielle Belastung von Oberflächen, beispielsweise durch Abklatschtests mit Kontaktplatten. Die Verfahren erfassen somit unterschiedliche Aspekte des mikrobiologischen Hygienemonitorings und können sich gegenseitig ergänzen.

Bei der mikrobiologischen Oberflächenprobenahme können Abklatschtests mit Kontaktplatten, auch als Abklatschplatten bezeichnet, durchgeführt werden. Dabei wird die mit einem geeigneten Nährmedium gefüllte Kontaktplatte auf eine ebene Oberfläche aufgesetzt. Vorhandene lebensfähige Mikroorganismen können dabei auf das Nährmedium übertragen und nach anschließender Inkubation als Kolonien ausgewertet werden. Für vergleichbare Abklatschproben sollten insbesondere Kontaktzeit und Probenahmebedingungen möglichst einheitlich sein. Ein Oberflächenprobenehmer wie der TRIO.CPS unterstützt die standardisierte Durchführung solcher Abklatschtests mit 55-mm-Kontaktplatten, beispielsweise RODAC-Platten.

Absetzplatten werden zur passiven mikrobiologischen Luftüberwachung in Reinräumen, Laboren und kontrollierten Produktionsbereichen eingesetzt. Sie erfassen Mikroorganismen, die während der Expositionszeit auf die Agaroberfläche sedimentieren.

Ein Tischmodell eignet sich für Probenahmepunkte auf vorhandenen Arbeits- oder Stellflächen. Ein Bodenmodell ist sinnvoll, wenn Absetzplatten freistehend an definierten Monitoring-Punkten im Raum positioniert werden sollen.

Passive Luft- und Oberflächenprobenahme im mikrobiologischen Hygienemonitoring

Die mikrobiologische Überwachung von Raumluft und Oberflächen ist ein wichtiger Bestandteil des Hygienemonitorings in Reinräumen, pharmazeutischen Produktionsbereichen, Laboren und anderen kontrollierten Umgebungen. Je nach Monitoring-Aufgabe kommen unterschiedliche Probenahmeverfahren zum Einsatz. Neben der aktiven Luftkeimsammlung mittels Impaktionsverfahren werden die passive Luftprobenahme mit Absetzplatten sowie die Oberflächenprobenahme mit Kontaktplatten eingesetzt.

Bei der passiven Luftkeimüberwachung werden geöffnete Absetzplatten (Settle Plates) für eine definierte Expositionszeit im zu überwachenden Bereich positioniert. Sedimentierende Mikroorganismen gelangen dabei auf die Agaroberfläche und können nach der Inkubation ausgewertet werden. Absetzplattenhalter und Absetzplattenständer unterstützen eine definierte Positionierung der Kulturplatten an den vorgesehenen Monitoring-Punkten.

Die mikrobiologische Oberflächenprobenahme untersucht dagegen direkt die mikrobielle Belastung geeigneter Oberflächen. Hierzu werden Kontaktplatten, auch als Abklatschplatten bezeichnet, für mikrobiologische Abklatschtests und die Entnahme von Abklatschproben eingesetzt. Eine standardisierte Kontaktzeit und definierte Probenahmebedingungen helfen dabei, anwenderbedingte Abweichungen bei wiederkehrenden Hygiene- und Reinigungskontrollen zu reduzieren.

Absetzplatte oder Kontaktplatte – welches Probenahmesystem passt zur Monitoring-Aufgabe?

Die Auswahl richtet sich zunächst danach, was überwacht werden soll. Für die passive Erfassung sedimentierender Mikroorganismen aus der Raumluft werden Absetzplatten eingesetzt. Soll dagegen eine Arbeits-, Anlagen- oder andere geeignete Oberfläche mikrobiologisch untersucht werden, kommen Kontaktplatten und entsprechende Oberflächenprobenehmer zum Einsatz.

Bei der passiven Luftprobenahme spielt zudem der vorgesehene Probenahmepunkt eine wichtige Rolle. Tischmodelle eignen sich für Monitoring-Punkte auf vorhandenen Arbeits- und Stellflächen. Bodenmodelle ermöglichen dagegen eine freistehende Positionierung von Absetzplatten im Raum. In Bereichen mit unidirektionaler Luftströmung kann zusätzlich eine verstellbare Ausrichtung der Agaroberfläche sinnvoll sein.

Aktive und passive Luftprobenahme sowie Oberflächenprobenahme erfassen unterschiedliche Aspekte der mikrobiologischen Umgebung. Abhängig von Monitoring-Plan, Risikobewertung und Anwendungsbereich können die Verfahren deshalb innerhalb eines Environmental-Monitoring-Konzepts miteinander kombiniert werden.

Warum MediLoc?

Wir unterstützen Labore und Produktionsbereiche bei der Auswahl geeigneter Systeme für die mikrobiologische Luft- und Oberflächenprobenahme. Dabei betrachten wir nicht nur das einzelne Probenahmegerät, sondern auch die Monitoring-Aufgabe, den vorgesehenen Probenahmepunkt, das eingesetzte Plattensystem und die Einbindung in bestehende Arbeitsabläufe.

Unsere Beratung richtet sich insbesondere an Anwender aus Pharma, Biotechnologie, Lebensmittelproduktion, Kosmetik sowie Forschung und Entwicklung. Gemeinsam klären wir, ob für Ihre Anwendung passive Luftprobenahme mit Absetzplatten, standardisierte Oberflächenprobenahme mit Kontaktplatten oder eine Kombination mit aktiver Luftkeimsammlung sinnvoll ist.

Ergänzende Systeme für das mikrobiologische Monitoring

Weitere Lösungen für aktive und kontinuierliche Luftkeimsammlung, Gasprüfung, Reinraumtechnik und passendes Zubehör finden Sie in den folgenden Bereichen: