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Ein automatischer Koloniezähler empfiehlt sich insbesondere bei regelmäßig wiederkehrenden mikrobiologischen Untersuchungen oder höheren Probendurchsätzen. Die automatische Auswertung reduziert den manuellen Aufwand, verbessert die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse und unterstützt eine standardisierte Dokumentation. Viele Systeme bieten zusätzlich Funktionen wie Bildspeicherung, LIMS-Anbindung oder eine spätere Nachzählung der Auswertung.

Das hängt vom jeweiligen Gerät ab. Neben klassischen Petrischalen unterstützen viele moderne Koloniezähler auch chromogene Nährmedien, Petrifilm, Compact Dry, MC-Media Pads, Easy Plate oder Filtrationsmembranen. Vor der Auswahl sollte geprüft werden, welche Kulturmedien im Laboralltag eingesetzt werden.

Manuelle Koloniezähler unterstützen den Anwender bei der visuellen Auszählung und eignen sich besonders für kleinere Probendurchsätze oder spezielle Anwendungen. Automatische Koloniezähler analysieren die Petrischale per Kamera, erkennen Kolonien selbstständig und dokumentieren die Ergebnisse digital. Dadurch lassen sich Arbeitszeit sparen und reproduzierbare Ergebnisse erzielen.

Ein Hemmhof-Lesegerät dient der automatischen Vermessung von Hemmzonen bei Antibiogrammen. Je nach System werden Antibiotika-Testplättchen erkannt, Hemmzonen vermessen und die Ergebnisse nach gängigen Bewertungsstandards dokumentiert. Einige Geräte kombinieren Koloniezählung und Hemmhofmessung in einem System.

Eine LIMS-Anbindung erleichtert die Übernahme von Messergebnissen in bestehende Laborinformationssysteme. Dadurch lassen sich Arbeitsabläufe vereinfachen, Übertragungsfehler vermeiden und Dokumentationspflichten effizient erfüllen. Für viele Qualitätslabore ist dies ein wichtiger Bestandteil eines digitalisierten Laborprozesses.

Die passende Lösung richtet sich unter anderem nach Probendurchsatz, Kulturmedien, Dokumentationsanforderungen sowie dem gewünschten Automatisierungsgrad. Während manuelle Koloniezähler häufig für kleinere Serien ausreichend sind, profitieren Routinelabore oft von automatischen Systemen mit Bildanalyse, Rückverfolgbarkeit und optionaler Hemmhofauswertung.

LaboranforderungManueller
Koloniezähler
Automatischer
Koloniezähler
HD-Koloniezähler
mit Hemmhof-Lesegerät
Geringer Probendurchsatz
Hoher Probendurchsatz
Automatische Koloniezählung
Chromogene Nährmedienmodellabhängig
Petrifilm, Compact Dry, MC-Media Pad, Easy Plate & Filtrationsmembranenmodellabhängigmodellabhängig
Digitale Dokumentation & LIMSmodellabhängig
Antibiogramme & Hemmhofmessung

Hinweis: Diese Übersicht dient der ersten Orientierung. Welche Lösung für Ihr Labor geeignet ist, hängt unter anderem vom Probendurchsatz, den verwendeten Kulturmedien, den Dokumentationsanforderungen sowie den vorhandenen Laborprozessen ab. Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden Koloniezählers.

Der Koloniezähler wird am Ende des mikrobiologischen Untersuchungsablaufs eingesetzt. Zuvor werden Nährmedien vorbereitet, Proben bearbeitet, auf Kulturmedien ausplattiert und inkubiert. Die anschließende Koloniezählung liefert die Grundlage für Keimzahlbestimmung, Auswertung und Dokumentation.

ProzessschrittAufgabe im LaborTypische Systeme
1. Nährmedien herstellenNährmedien aufbereiten, sterilisieren und für die weitere Verwendung bereitstellenNährmedienpräparatoren
2. Nährmedien abfüllenPetrischalen, Röhrchen oder Flaschen reproduzierbar befüllenNährmedienabfüllsysteme
3. Probe vorbereitenProben homogenisieren, verdünnen und definierte Volumina dosierenHomogenisatoren, Verdünnungssysteme und Labordosierer
4. Probe ausplattierenProbe standardisiert auf Petrischalen oder andere Kulturmedien aufbringenSpiralplattierer und Ausplattiersysteme
5. Kulturen inkubierenMikroorganismen unter definierten Bedingungen wachsen lassenInkubatoren und Brutschränke
6. Kolonien auszählenGewachsene Kolonien manuell oder automatisch erfassen und auswertenManuelle und automatische Koloniezähler
7. Ergebnisse dokumentierenBilder, Zählergebnisse und Probendaten speichern und an das LIMS übertragenScan Software, USB- und LIMS-Anbindung

Welcher Koloniezähler geeignet ist, hängt daher nicht nur vom Probendurchsatz ab. Auch die verwendeten Kulturmedien, die vorgelagerte Ausplattierung sowie die Anforderungen an Dokumentation und Rückverfolgbarkeit sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Koloniezählung als Teil des mikrobiologischen Laborprozesses

Die Auszählung der gewachsenen Kolonien bildet meist den Abschluss eines mehrstufigen Untersuchungsablaufs. Zuvor werden Nährmedien hergestellt und abgefüllt, Proben homogenisiert oder verdünnt, auf Kulturmedien ausplattiert und anschließend inkubiert. Deshalb sollte ein Kolonienzählgerät nicht isoliert betrachtet werden, sondern zu den vorgelagerten Arbeitsschritten und zur vorhandenen Labororganisation passen.

Auch das Ausplattierverfahren beeinflusst die Geräteauswahl. Gussplatten, Oberflächenausplattierungen, Spiralplattierungen oder alternative Kulturmedien stellen unterschiedliche Anforderungen an Beleuchtung, Kamera, Auswertesoftware und Kolonieerkennung. Bei automatischen Systemen sollte außerdem geprüft werden, welche Exportformate, Benutzerverwaltungen und Schnittstellen für die betriebliche Dokumentation benötigt werden.

Warum MediLoc?

Wir unterstützen mikrobiologische Labore dabei, die passende Lösung für ihren tatsächlichen Arbeitsablauf zu finden. Dabei betrachten wir nicht nur einzelne technische Merkmale, sondern auch Probendurchsatz, Kulturmedien, Ausplattierverfahren, Dokumentationspflichten und vorhandene Schnittstellen.

Unsere Beratung richtet sich an Labore aus der Lebensmittelanalytik, Pharma, Kosmetik, Umwelt- und Wasseranalytik sowie Forschung und Entwicklung. Gemeinsam klären wir, ob ein manueller Colony Counter, ein automatischer Kolonienzähler oder ein System mit zusätzlicher Hemmhofmessung fachlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Passende Systeme entlang des Laborworkflows

Weitere Lösungen für vorgelagerte und angrenzende Arbeitsschritte finden Sie in den folgenden Bereichen: